Ein «statistisches Jahrbuch» findet man selten auf den Bestsellerlisten der Literaturwelt. Der Buchtitel tönt ja auch eher trocken und verstaubt. Dennoch sind solche Werke äusserst interessant und aufschlussreich, in vielerlei Hinsicht sogar amüsant und vergnüglich. Auch der Kanton Baselland publiziert jedes Jahr eine solche wissenschaftliche Übersicht über Entwicklungen, Resultate und Perspektiven im Baselbiet. Die gelegentliche Lektüre lohnt sich. Vor allem für Politiker, und das meine ich ganz selbstkritisch, die so manches einfach behaupten oder erfinden, um (wieder)gewählt zu werden. Da dient es, wenn solche Aussagen überprüft werden können.

So offenbart der Baselbieter Zahlenspiegel 2018, ganz offiziell unter www.statistik.bl.ch einsehbar, klare Fakten zu Behauptungen im Eifer des Wahlkampf gefechts. Eine dieser Behauptungen ist, die bürgerliche Mehrheit im Baselbiet habe den Kanton in den letzten Jahren «kaputt gespart». Das Gegenteil ist der Fall, siehe Seite 235 des statistischen Jahrbuchs: Die Ausgaben des Kantons sind seit dem Jahr 2013 von damals 2 516 853 Franken bis 2017 auf 3 072 159 Franken angestiegen. Eine Zunahme von über 20 Prozent! Von Sparen kann gar keine Rede sein, eher von Ausgaben bremsen, was notwendig war und durchaus Sinn macht. Eine andere These, die immer wieder auftaucht, ist jene von den Steuergeschenken, die im bürgerlichen Baselbiet in den vergangenen Jahren angeblich verteilt worden seien. Auch das ist eine Mär. Siehe Seite 236. Im gleichen Zeitraum von 2013 bis 2017 ist der Steuer ertrag massiv um 25 Prozent gestiegen. Steuergeschenke? Woher! Vielmehr liegt der Erfolg darin, heute nicht mehr auszugeben, als gestern eingenommen. Bürgerliche Haushaltregel Nummer 1.

Bleibt noch zu prüfen, ob unser bürgerlichesTeam tatsächlich so fern der Volksgunst regiert, wie das Links-Grün fortlaufend behauptet. Auch das stimmt nicht. Abstimmungen sind unwägbar, letztlich zählt aber die Bilanz. Und da hatdie Regierung gegenüber Links-Grün die Nase weit vorne. Fakt ist, die Regierung hat in der vergangenen Legislatur von total 37 Vorlagen deren 27 Vorlagen vor dem Volk durchgebracht. Eine Erfolgsquote von über zwei Dritteln. Respektabel!

Unter der bürgerlichen Führung hat das Baselbiet wieder in die Spur gefunden. Unsere Devise für die Wahlen 2019 muss deshalb sein: Mit Kontinuität die Zukunft gestalten. Und nicht: Zurück in finanzielle und regionalpolitische Unwägbarkeiten. Das Baselbiet braucht weiter klare Ziele und eine konsequente Politik. Und das liefert nur das bürgerliche Regierungsteam.

Wir wollen den Kanton im interkantonalen Vergleich ins vordere Drittel bezüglich tiefer Staatsquote, freiheitlicher Regulierungen, hoher Wertschöpfung und hoher Lebensqualität führen. Budgetdisziplin und eine vorausschauende Finanzstrategie sind Voraussetzungen dafür. Mit jährlichen Investitionenvon rund 200 Millionen Franken in Gesundheit, Bildung und Verkehr wird die Weiterentwicklung des Baselbiets vorangetrieben. Eine gute Vernetzung nach Bern ist ebenso zentral wie Teamarbeit im Gremium. Zusammen mit den bisherigen Regierungsräten Monica Gschwind, Anton Lauber und Thomas Weber will ich die erfolgreiche Regierungsarbeit weiterführen. Wir wollen die Zukunft des Baselbiets gestalten.