Genau darum geht es bei der kommenden Abstimmung über die Selbstbestimmungsinitiative. Wollen wir unsere verbrieften Rechte von EU-Richtern enteignen lassen? Sollen unsere Schweizer Gesetze der Gnade der Brüsseler Bürokraten unterstellt werden? Ist unsere Eidgenossenschaft eine Kolonie der EU? Warum sind in Basel Brücken, Plätze, Strassen, Denkmäler und Brunnen mit dem Namen Wettstein verbunden? Weil Johann Rudolf Wettstein anno 1648 für unsere Schweiz die Unabhängigkeit von der Reichsgerichtsbarkeit erstritten hat! Auf eigene Kosten und ohne amtlichen Auftrag hat er vor 370 Jahren durch einen internationalen Vertrag ein unabhängiges Schweizer Recht «für alle Zeiten» gesichert. Für alle Zeiten? Schon im Zweiten Weltkrieg gab es Landesverräter und Anpasser, die vor Hitler kapitulieren und uns der reichsdeutschen Justiz unterwerfen wollten.

Nun gibt es eine neue Gruppe von Schweiz-Abschaffern, die ihr Heil in der Kapitulation suchen: Linke Euro-Fanatiker, die Milliarden von Steuergeldern als Willkommensgruss für neue Ostländer nach Brüssel verschachern möchten. Sie vereinigen sich mit der schamlos Tausende von Arbeitsplätzen auslagernden Grossindustrie und «zinslosen» Bankiers, um unser Volk mit einer gigantischen Propagandawalze für die Übernahme von EU-Recht weichzuklopfen. Sie versprechen die goldenen EU-Sterne vom Himmel – Adieu Schweizer Recht, adieu Selbstständigkeit!

Diese üble Allianz will unsere Bürgerrechte einschränken. Fremdes Recht und fremde Richter sollen mehr zählen als das von Volk und Ständen bestimmte Schweizer Recht. So wird hinterrücks und klammheimlich der schleichende EU-Beitritt als Nettozahler Schweiz vorbereitet. Gerade aus Sicht des Gewerbes und insbesondere der KMU bietet dagegen die Selbstbestimmungsinitiative der SVP eine verlässliche, demokratisch fundierte Rechtssicherheit. Unser Land ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Dafür verantwortlich sind die politische Stabilität und unsere Eigenstaatlichkeit, basierend auf unserer vorbildlichen Demokratie. Doch nur ein souveränes Volk kann auch anderen Ländern ein vertrauenswürdiger und gesetzestreuer Partner sein. Es gilt deshalb vor allem, unsere Unabhängigkeit zu bewahren. Damit sichern wir auch unseren Wohlstand. Nur ein Volk, das seine eigenen Gesetze achten und eigene Richter hat, kann als wirklich frei bezeichnet werden. Pseudodemokratien gibt es viele – unsere Schweiz aber ist einzigartig. Wenn wir nicht über unser eigenes Haus bestimmen können, sind wir auch nicht vertragssicher.

Die Anpasser hatten schon im Zweiten Weltkrieg unrecht. Auch heute noch droht von Pseudoschweizern Gefahr für unsere Unabhängigkeit. Sie verkaufen ihre Heimat für ein Brüsseler Linsengericht. Wenn nur ihre Kasse stimmt oder wenn lukrative EU-Pöstchen locken, verraten sie das Erbe von Johann Rudolf Wettstein – unsere Freiheit. Immer noch – und für alle Zeiten – gilt der schweizerische Grundsatz: «Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, in keiner Not uns trennen und Gefahr!» Wenn wir uns von Brüssel wie Vasallen fremdbestimmen lassen, kapitulieren wir vor der Arroganz der EU-Funktionäre. Dagegen hilft nur ein kräftiges Ja zur Selbstbestimmungsinitiative!