Die Debatte über Rassismus nimmt immer skurrilere Ausmasse an. Die an und für sich wichtige Debatte wird ad absurdum geführt, lässt jeglichen gesunden Menschenverstand vermissen. Ist den «Gutmenschen» und selbsternannten «Weltverbesserern» jetzt vollständig der Verstand abhandengekommen? Auch die Sexismus-Debatte, befeuert durch die Juso-Chefin Tamara Funiciello, ist schwer verdaulich.

In der «Volksstimme» ist zu lesen, dass neben den Guggenformationen Negro-Rhygass und Mohrekopf auch die Sambaschränzer aus Bubendorf von der Rassismus-Keule getroffen wurden. Mittlerweile gibt es ja bereits eine Petition, die verlangt, dass die «Negro-Rhygass» aufgelöst wird. Solchem Polit-Kabarett muss mit aller Entschiedenheit entgegengewirkt werden. Ich bin absolut gegen Rassismus und möchte das auch so verstanden haben. Unter Rassismus verstehe ich etwas anderes, und was hier gefordert wird, geht um Lichtjahre zu weit. Die Fasnachts-Sujets 2019 jedenfalls sind um ein Thema ergänzt worden. Eines, das für Kopfschütteln sorgen wird.

Früher wurde mir in der Sonntagsschule Sonntag für Sonntag eingetrichtert, dass ich, wenn ich 20 Rappen in das Negerkässeli stecke, es nicke und der Batzen armen Kindern auf dieser Welt zugutekommt. Wir haben das natürlich gemacht und hatten Freude, als das Negerli nickte. Was war denn das? Nach der heutigen Interpretation von Rassismus wäre das rassistisch im höchsten Grade, und man kann froh sein, dass das, überspitzt geschrieben, nicht mit Erhängen oder Erschiessen bestraft wird. Selbiges gilt für die «Mohrenköpfe», «Zigeunerschnitzel» und vieles anderes mehr.

Bei der Sexismus-Debatte das gleiche Spiel: Darf ich beim Bäcker noch «Meitschibei» bestellen? Ich lasse mich nicht verbiegen und mir in dieser Richtung auch nichts vorschreiben. Ich werde weiterhin reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist; und ja, ich liebe auch «Chinakohl».